Rezertifizierung
Mädchenrealschule wird zum sechsten Mal „Umweltschule“
Für ihre vielseitigen Projekte, die bereits im Laufe des Schuljahres 2021/22 durchgeführt wurden, konnte die Mädchenrealschule St. Josef schon zum sechsten Mal als „Umweltschule in Europa – Internationale Nachhaltigkeitsschule“ zertifiziert werden. Umweltminister Thorsten Glauber und Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo beglückwünschten 624 Schulen in Bayern im Rahmen eines interaktiven Livestreams, welcher von Schüler*innen selbst gestaltet wurde. „Die ausgezeichneten Schulen tragen durch ihr Engagement dazu bei, dass das Schulleben Schritt für Schritt nachhaltiger wird. Sie setzen sich für Klima- und Biodiversitätsschutz ein und fördern globale und generationenübergreifende Gerechtigkeit“ sagt der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.
Über das Signet, welches jeweils für ein Jahr Gültigkeit besitzt, entscheiden Mitglieder des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des LBV als Koordinator. Das Prädikat „Umweltschule“ erhalten Schulen, die innerhalb eines Schuljahres zwei Projekte zum Thema „Nachhaltigkeit“ durchführen, dokumentieren und einer Jury präsentieren. „Jede ausgezeichnete Schule konnte nachweisen, dass Schüler*innen an den Aktivitäten engagiert und eigenverantwortlich beteiligt waren. Sie alle haben innerhalb des Schuljahres gemeinsam Fortschritte unter dem Leitbild einer Bildung für nachhaltige Entwicklung erreicht“, so die Bayerische Landeskoordinatorin Birgit Feldmann vom LBV.
Zum Handlungsfeld „Gutes aus dem Schulgarten“ hat sich die Schulfamilie der MRS St. Josef so einiges einfallen lassen: Im Oktober fand wieder ein Apfeltag für die Fünftklässlerinnen statt, wobei sie vieles über das regionale und gesunde Obst lernten. Das Highlight war die Herstellung von selbstgepresstem Apfelsaft aus selbstgepflückten Schuläpfeln, gemeinsam mit Schulleiter Jürgen Moritz. Im Sommer baute die Klasse 5b Hochbeete aus alten Sprungkästen aus der Sporthalle. Das Ergebnis dieses Upcycling-Projekts wurde mit Erde, Zucchini- und Kürbispflanzen befüllt. Auch die Schulhühner fühlen sich nach wie vor wohl im Schulgarten. Diese wurden auch letztes Schuljahr von Zehntklässlerinnen als „Hühnerpatinnen“ betreut.
Die Schulfamilie zieht ebenso beim Thema „Nachhaltigkeit im Schulalltag verankern“ an einem Strang: Die vom Elternbeirat und Förderverein gesponserten Brotzeitboxen wurden wieder am Schuljahresanfang für „neue Gesichter“ verteilt. Müllvermeidung und Recycling rückten so wieder in den Fokus. Die Klasse 6b führte ein Upcycling-Projekt durch und bastelte aus alten, nicht mehr brauchbaren Kalendern schöne Geschenktüten. In der Vorweihnachtszeit unterstützte die Schule das Projekt „Meins wird deins – jeder kann St. Martin sein“ mit Kleidungsspenden. Zur gleichen Zeit hat sich die Fachschaft Religion einen „Geschenkeschrank“ überlegt, um nachhaltig Freude zu schenken: So fanden Bücher oder Spiele einen neuen Besitzer! Als Alternative zu Plastikfolien stellen Schülerinnen der Klasse 9c Bienenwachstücher her und verkauften diese an Lehrkräfte und Schülerinnen.
Julia Kramer








