13.05.-18.05.2018
Da kann man WAT(T) erleben!
Inselflair
Wind, Wasser, Wellen, Watt – die einzigartige Natur der Insel Sylt zu entdecken und die Gesetze und Auswirkungen der Naturgewalten kennenzulernen und zu verstehen, aber auch Möglichkeiten zum Schutz der Nordseeinsel wahrzunehmen und sich selbst entsprechend zu verhalten, hinterließ bei den jungen Inselreisenden nachhaltige Eindrücke. Die Umwelttage auf Sylt vom 13. bis 18. Mai 2018 trugen ihrem Namen ausdrücklich Rechnung, hatten sich die Schülerinnen der 6. Klassen doch bereits vorab im Geografie-Unterricht gezielt auf die große Exkursion vorbereitet.
Inselgeschichten
Schon die Überfahrt zur Insel per Sylt-Shuttle auf dem Hindenburg-Damm mitten durch das Wattenmeer beeindruckte die Mädchen. Ausgehend von der Jugendherberge Mövenberg in List – nomen est omen – bot die Insel-Rundfahrt mit Dieter Tölke als sachkundigen Inselkenner die ganze Bandbreite an vielfältigen Eindrücken, insbesondere die mit Strandhafer bewachsenen Wanderdünen, die wild aufbrandende offene Nordsee an der Westküste bis hin zum versandenden Wattenmeer an der Ostküste, die Kegelrobbe Willi, die im Hörnumer Hafenbecken wohnt, die frei weidenden Schafe, die auf der Insel Vorfahrt haben, das malerische Dorf Keitum mit den typischen, altehrwürdigen, reetgedeckten nordfriesischen Häusern.
Inselschutz
Überhaupt war der Inselschutz ein zentrales Thema, waren der für Festlandbewohner aus Bayern ungewöhnlich starke Wind der Stärke 4 – 5, tageweise sogar 5 – 6, sowie der damit einhergehende Sandflug doch deutlich spürbar. Große Beachtung fanden die Maßnahmen zum Schutz vor den Auswirkungen der exogenen Kräfte durch Wind und Wasser. Der Landverlust am Weststrand durch Winderosion und Sturmfluten, der pro Jahr ca. 1 – 4 Meter beträgt, wird durch aufwendige Strandaufspülungen aus dem Meeresboden wettgemacht, wie die Schülerinnen im Erlebniszentrum „Naturgewalten Sylt“ eigenständig erkundeten, aber auch live vor Ort beim Strandaufenthalt miterlebten. Ebenso schützenswert die Vogelwelt, zu der die Mädchen bei einer handlungsorientierten Vogelführung Zugang fanden, die spezielle Fauna des Watts, die bei einer lebendigen Wattführung Bewunderung fand, aber auch die ins Netz gegangenen Seetiere, die der Captain bei der Kutterfahrt hautnah erklärte und die Mädchen eigenhändig wieder zu Wasser lassen durften.
Inselerlebnis
Freilich eröffnete sich darüber hinaus ein abwechslungsreiches Angebot weiterer markanter Stationen, der Freizeitgestaltung und Unterhaltung. Schulleiterin Marlies Hoffmann führte die Schülerinnen in die Friesenkapelle in Wenningstedt, wo die Besichtigung in ein gemeinsames Gebet mündete. Selbstverständlich durften ein Streifzug durch die Shoppingmeile sowie eine Strandwanderung in der Inselhauptstadt Westerland und am Roten Kliff nicht fehlen. Beim Malen am Strand wurden die Schülerinnen kreativ tätig. Sport, Spiel und Spaß kamen in der Jugendherberge bei spannenden Fußballbegegnungen, abendlichen Tischbrett- und Kartenspielen oder einer Modenschau, bei der Miss Sylt gekürt wurde, nicht zu kurz. Obenauf sorgten das äußerst schmackhafte kulinarische Angebot der Jugendherberge und die Unterbringung im Haus Nils Holgersson direkt am Wattenmeer für sehr zufriedene Gesichter.
Inselzauber
Perfekt organisiert von Studienrat Simon Weidinger erlebten die Schülerinnen in Begleitung weiterer Klassen- und Fachlehrkräfte (Angela Hermer, Ann-Katrin Wittmann, Thomas Tezzele, Irmgard Bink, Eva Flierl,) überaus lehrreiche Umwelttage auf Sylt, bei denen das Umweltbewusstsein der jungen Menschen nachhaltig gefördert wurde. Aufgeschlossen für den Schutz der Insel und des Weltnaturerbes Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wurde das Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung geschärft: „Rüm Hart, kloar Kimming“ (nordfriesisch: reines Herz, klarer Blick). Alles in allem faszinierte die „Perle der Nordsee“ mit Inselzauber und Inselgeschichten.
Irmgard Bink