09.01.2018

„Wunschpunsch“ mit magischer Wirkung

Wie?

Ein „Wunschpunsch“ in der Schule – noch dazu zeitnah nach Silvester? Am 9. Januar 2018 gastierten die Schauspieler der Neuen Werkbühne München auf Einladung von Studienrätin Martina Brandt an der Mädchenrealschule, um das von Michael Ende verfasste Zaubermärchen „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ hochprofessionell und eindrucksvoll darzubieten. Mit großer Neugierde und Begeisterung verfolgten die Schülerinnen der 5./6. Jahrgangsstufe die lustig-turbulent umgesetzte Handlung.

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Worum es in der Geschichte mit dem fast unaussprechlichen Titel geht?

Hier eine kurze Zusammenfassung: Der Silvesterabend schreitet unaufhörlich voran, und für die beiden bösen Figuren, den Geheimen Zauberrat Beelzebub Irrwitzer und seine Tante, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, wird die Luft dünn. Denn sie haben ihr Soll an Untaten noch nicht erfüllt, und bei so etwas versteht ihr „Chef“ keinen Spaß.

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Wer den beiden ihr Leben und die Umsetzung ihres bösen Plans erschwert?

Die im Auftrag des Hohen Rates der Tiere entsandten Spione, Rabe Jakob und Kater Maurizio, werden Zeugen, wie der Zauberer und die Hexe einen teuflischen Plan aushecken, der ihnen zu schnellem Erfolg verhelfen und gleichzeitig die beiden tierischen Beobachter ausschalten soll: Irrwitzer und Tyrannja wollen einen Zaubertrank brauen, genannt „satanarchäolügenialkohöllischer Wunschpunsch“, der die Eigenschaft hat, alle Wünsche ins Gegenteil umzukehren: „Punsch aller Pünsche, erfüll meine Wünsche!“ Man redet also von Wohlstand und erzeugt in Wirklichkeit Elend, man spricht von Frieden, und das Ergebnis ist Krieg. Flüsse wollen die gefährlichen Halunken vergiften, Seuchen in die Welt setzen und das Klima manipulieren.

Welche Rolle spielt der heilige Silvester?

Der mutige Kater und sein „Kollege“ stellen sich dem Zauberer und der Hexe in den Weg und suchen Hilfe beim heiligen Silvester, der ihnen mit einem „kleinen Wunder“ hilft. Er übergibt Maurizio und Jakob noch vor Mitternacht einen Ton des Neujahrsglockenläutens, den sie heimlich in den von Beelzebub und Tyrannja zubereiteten Wunschpunsch rühren, um dessen Umkehrwirkung aufzuheben und das drohende Unheil von der Welt abzuwenden. Als der Zauberer und die Hexe ahnungslos den Zaubertrank Schluck für Schluck zu sich nehmen und dabei die Zauberformel sprechen, werden aus ihren angeblich „guten“ Wünschen eben keine Katastrophen, sondern lauter gute Taten.

Neugierig geworden?

„Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ – ein kunstvolles „Zauberelixier“ für ein junges (und jung gebliebenes) Publikum, eine spritzige Mixtur aus besten Zutaten: ein spannendes Zaubermärchen von hohem Anspruch, fesselnd die Inszenierung, meisterhaft die Darstellung der Charaktere, feinsinnig die Ironie, geistreich-süffisant die versteckten Querverweise auf die Laster der heutigen Gesellschaft und die Umweltproblematik. Bei der beeindruckenden Darbietung blieben bei den gebannt mitfiebernden Schülerinnen keine Wünsche offen, erst recht nicht angesichts ihres nachweislich geweckten Interesses an Ende-Literatur.

Martina Brandt

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