18.12.2017
Appell für Toleranz und Frieden
„Ich will nicht glauben, dass Krieg, Zerstörung und Hunger unvermeidlich sind und Friede unerreichbar ist.“ Bei der diesjährigen Gedenkfeier der Stadt Schwandorf zum Brandanschlag auf das Habermeier-Haus am Ort des menschenverachtenden rechtsextremistischen Attentats bei der Erinnerungstafel und dem Gedenkstein am Schlesierplatz trugen Dekan Hans Amann und Pfarrer Arne Langbein gemeinsam ein Friedensgebet vor und überreichten als Zeichen des Trostes das Friedenslicht aus Bethlehem an Leyla Kellecioglu, Hinterbliebene von Opfern der Familie Can.
Auch nach 29 Jahren sind Osman, Fatma und Mehmet Can sowie Jürgen Hübener, die bei der „widerwärtigen Tat“ getötet wurden, nicht vergessen. „Nicht früh genug kann man lernen, Werte anderer Kulturen und Religionen zu respektieren“, zeigte sich Oberbürgermeister Andreas Feller überzeugt und dankte den Schulen, Eltern, Lehrern, den Kirchen, dem Bündnis gegen Rechtsextremismus und allen, „die Kindern mit ihren Initiativen frühzeitig aufzeigen, dass ein Zusammenleben ohne Hass, Neid und Missgunst möglich ist“. Imam Ibrahim Deniz bat in seinem Gebet um Geduld für die Hinterbliebenen sowie Frieden und Vergebung, bevor Teilnehmer der Gedenkfeier Blumen am Gedenkstein niederlegten.
Marlies Hoffmann








